Stundensatz kalkulieren: So findest du den richtigen Preis
Stundensatz kalkulieren statt am alten Gehalt ablesen: Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, einem Rechenbeispiel und realistischen abrechenbaren Stunden findest du einen Preis, der Kosten, Absicherung und Gewinn deckt.
„Was kostest du pro Stunde?“ Bei kaum einer Frage geraten Selbstständige so ins Schwimmen. Viele nennen eine Zahl, die sich irgendwie gut anfühlt, oder rechnen ihr altes Gehalt auf die Stunde um. Beides führt fast immer zu einem Preis, der zu niedrig ist. Wer seinen Stundensatz kalkulieren will, braucht deshalb eine saubere Rechnung statt eines Bauchgefühls.
Der Unterschied ist enorm. Ein Stundensatz, der nur 20 Euro zu niedrig ist, kostet dich bei 1.000 abrechenbaren Stunden im Jahr 20.000 Euro Gewinn. Gleichzeitig ziehst du mit Dumpingpreisen Kunden an, die vor allem auf den Preis schauen.
In diesem Beitrag erfährst du, warum der Vergleich mit dem Angestelltengehalt hinkt, wie du Schritt für Schritt deinen Stundensatz kalkulieren kannst, wie viele Stunden du realistisch abrechnest und wie du Preise später selbstbewusst erhöhst.
Inhaltsverzeichnis
Stundensatz kalkulieren: die Kernformel
Dein Stundensatz ergibt sich aus einer einfachen Formel: (Unternehmerlohn + soziale Absicherung + Betriebskosten + Risiko- und Gewinnaufschlag) geteilt durch die abrechenbaren Stunden pro Jahr. Das Ergebnis ist dein Mindest-Stundensatz netto, also ohne Umsatzsteuer. Darunter arbeitest du auf Dauer nicht kostendeckend.
Diese Formel ist die Untergrenze. Was du am Markt tatsächlich verlangen kannst, hängt zusätzlich von Positionierung, Nachfrage und dem Nutzen für deine Kunden ab. Dazu später mehr.
Warum der Gehaltsvergleich hinkt
Der häufigste Denkfehler: Du verdienst als Angestellter 60.000 Euro brutto im Jahr und teilst das durch die Arbeitsstunden. Bei rund 1.720 Stunden kommst du auf knapp 35 Euro. Als Freelancer wären 35 Euro aber ein Verlustgeschäft. Der Grund liegt in allem, was der Arbeitgeber zusätzlich bezahlt oder trägt.
- Arbeitgeberanteile: Der Arbeitgeber zahlt rund die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Als Selbstständiger trägst du Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge komplett selbst.
- Bezahlte Ausfallzeiten: Urlaub, Feiertage und Krankheitstage sind für Angestellte bezahlt. Für dich sind sie umsatzlos.
- Arbeitsmittel und Infrastruktur: Laptop, Software, Büro, Telefon und Weiterbildung finanzierst du selbst.
- Nicht abrechenbare Zeit: Akquise, Angebote, Buchhaltung und Verwaltung kosten Stunden, die kein Kunde bezahlt.
- Unternehmerisches Risiko: Auftragslücken, Zahlungsausfälle und Marktschwankungen trägst du allein.
Auch der Blick auf Stundensätze von Agenturen oder Personaldienstleistern führt in die Irre. Dort sind Vertrieb, Projektmanagement und Gemeinkosten eingepreist, die bei dir anders anfallen. Wer seinen Stundensatz kalkulieren will, rechnet deshalb immer von der eigenen Kostenstruktur aus und nutzt Vergleichswerte nur als Plausibilitätscheck.
Rechnest du das alles ein, landest du meist beim zwei- bis dreifachen Wert des umgerechneten Stundenlohns. Genau das zeigt die folgende Kalkulation.

Schritt für Schritt den Stundensatz kalkulieren
Nimm dir für die folgenden Schritte eine Stunde Zeit und eine Tabellenkalkulation. Alle Zahlen im Beispiel sind Annahmen für eine Beraterin ohne Mitarbeiter. Setze deine eigenen Werte ein, denn nur dann wird das Ergebnis belastbar.
Schritt 1: Unternehmerlohn festlegen
Der Unternehmerlohn ist das, was du dir selbst zahlst, also dein privates Einkommen vor Einkommensteuer. Orientiere dich an deinen tatsächlichen Lebenshaltungskosten plus Sparrate oder an einem vergleichbaren Bruttogehalt. Im Beispiel setzen wir 60.000 Euro an.
Schritt 2: Soziale Absicherung einrechnen
Als Selbstständiger finanzierst du Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsschutz selbst. Die tatsächlichen Beiträge hängen von Einkommen, Tarif und Alter ab. Im Beispiel kalkulieren wir mit 10.000 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung, 9.000 Euro für die Altersvorsorge und 1.500 Euro für die Berufsunfähigkeitsversicherung, zusammen 20.500 Euro. Wie du die Vorsorge sinnvoll aufbaust, zeigt unser Beitrag zur Altersvorsorge für Selbstständige.
Schritt 3: Betriebskosten auflisten
Liste alle Kosten auf, die dein Unternehmen im Jahr verursacht. Dazu zählen Hardware und Abschreibungen, Software-Abos, Büromiete oder Coworking, Telefon und Internet, Steuerberatung, Versicherungen wie Berufshaftpflicht, Weiterbildung, Marketing, Reisekosten und Kammerbeiträge. Im Beispiel ergibt das 15.000 Euro.
Schritt 4: Risiko- und Gewinnaufschlag
Ein Unternehmen sollte mehr verdienen als seine Kosten. Der Aufschlag deckt Auftragslücken und Zahlungsausfälle ab und schafft Spielraum für Investitionen. Im Beispiel rechnen wir mit 10 Prozent auf die Summe aus den Schritten 1 bis 3.
Schritt 5: Abrechenbare Stunden ermitteln
Jetzt kommt der Teil, den fast alle unterschätzen. Von 260 Werktagen ziehst du Urlaub, Feiertage, Krankheit und Weiterbildung ab. Von den verbleibenden Arbeitsstunden ist nur ein Teil abrechenbar, der Rest geht in Akquise und Verwaltung.
| Position | Tage |
|---|---|
| Werktage pro Jahr (52 Wochen x 5 Tage) | 260 |
| Urlaub | minus 30 |
| Feiertage (je nach Bundesland) | minus 10 |
| Krankheit | minus 10 |
| Weiterbildung | minus 10 |
| Verfügbare Arbeitstage | 200 |
| Arbeitsstunden bei 8 Stunden pro Tag | 1.600 |
| Abrechenbar bei 65 Prozent Auslastung | 1.040 Stunden |
Schritt 6: Stundensatz berechnen
Nun führst du alles zusammen und kannst den Stundensatz kalkulieren. Die Tabelle zeigt die komplette Rechnung für das Beispiel:
| Position | Betrag pro Jahr |
|---|---|
| Unternehmerlohn | 60.000 Euro |
| Soziale Absicherung | 20.500 Euro |
| Betriebskosten | 15.000 Euro |
| Zwischensumme | 95.500 Euro |
| Risiko- und Gewinnaufschlag 10 Prozent | 9.550 Euro |
| Zielumsatz netto | 105.050 Euro |
| Abrechenbare Stunden | 1.040 |
| Mindest-Stundensatz netto | rund 101 Euro |
| Entspricht Tagessatz (8 Stunden) | rund 808 Euro |
Das Ergebnis: Um wirtschaftlich auf dem Niveau eines Angestellten mit 60.000 Euro Brutto zu landen, braucht die Beraterin rund 101 Euro pro Stunde, also fast das Dreifache der naiven Umrechnung. Bei Regelbesteuerung kommt die Umsatzsteuer noch obendrauf.
Gegencheck: Was am Ende übrig bleibt
Prüfe dein Ergebnis von hinten. Bei 1.040 abgerechneten Stunden zu 101 Euro erzielst du rund 105.000 Euro Umsatz netto. Davon gehen 15.000 Euro Betriebskosten und 20.500 Euro Absicherung ab, der Risikoaufschlag von gut 9.500 Euro fängt Auftragslücken oder Zahlungsausfälle auf. Übrig bleiben die 60.000 Euro Unternehmerlohn, die du anschließend noch versteuern musst.
Fällt die Auslastung niedriger aus als geplant, schrumpft zuerst der Puffer und dann dein Einkommen. Genau deshalb solltest du deinen Stundensatz kalkulieren, bevor du Angebote schreibst, und nicht erst, wenn am Jahresende Geld fehlt. Ein Tabellenblatt mit den sechs Schritten reicht völlig aus, um verschiedene Szenarien durchzuspielen. Wer regelmäßig seinen Stundensatz kalkulieren und vergleichen will, legt sich dafür eine feste Vorlage an.
Abrechenbare Stunden: der größte Hebel
Kein anderer Faktor verändert das Ergebnis so stark wie die Zahl der abrechenbaren Stunden. Wer beim Stundensatz kalkulieren mit 1.600 statt 1.040 Stunden rechnet, setzt seinen Preis rund ein Drittel zu niedrig an und wundert sich am Jahresende über die Lücke.
| Abrechenbare Stunden pro Jahr | Auslastung | Stundensatz bei 105.050 Euro Zielumsatz |
|---|---|---|
| 800 | 50 Prozent | rund 131 Euro |
| 1.040 | 65 Prozent | rund 101 Euro |
| 1.200 | 75 Prozent | rund 88 Euro |
In den ersten Jahren liegt die Auslastung oft eher bei 50 bis 60 Prozent, weil Akquise und Aufbau viel Zeit kosten. Plane deshalb lieber konservativ, wenn du deinen Stundensatz kalkulieren willst. Erfasse außerdem ein paar Monate lang ehrlich deine Zeiten, getrennt nach Kundenarbeit, Akquise und Verwaltung. Dann kannst du deinen Stundensatz kalkulieren auf Basis echter Daten statt geschätzter Werte.
Sonderfall: nebenberuflich oder in Teilzeit
Startest du nebenberuflich, stehen dir deutlich weniger Stunden zur Verfügung. Die Fixkosten für Software, Versicherungen oder Steuerberatung bleiben aber oft ähnlich hoch. Verteilt auf wenige Stunden treiben sie den nötigen Satz nach oben.
Wer nebenberuflich seinen Stundensatz kalkulieren will, sollte deshalb nicht mit dem Argument „ist ja nur nebenbei“ unter Preis anbieten. Sonst gewöhnen sich Kunden an ein Niveau, das beim Wechsel in die Vollzeit nicht mehr trägt.
Was die Auslastung senkt
- Angebote, Pitches und Erstgespräche ohne Auftrag
- Buchhaltung, Rechnungen und Mahnwesen
- Fachliche Weiterbildung und eigene Positionierung
- Pausen zwischen zwei Projekten
- Abstimmungen, die du nicht abrechnest
Positionierung: vom Stundensatz zum Wertpreis
Die Kalkulation liefert dir die Untergrenze. Ob du darüber liegen kannst, entscheidet deine Positionierung. Generalisten konkurrieren über den Preis, Spezialisten über Kompetenz und Ergebnis. Je klarer du ein konkretes Problem für eine bestimmte Zielgruppe löst, desto weniger vergleichen Kunden Stundensätze.
Viele erfahrene Selbstständige lösen sich deshalb ganz vom Stundenpreis:
- Tagessätze: Typisch in Beratung und IT. Sie reduzieren Diskussionen über einzelne Stunden.
- Festpreise und Pakete: Du verkaufst ein definiertes Ergebnis. Arbeitest du effizienter, steigt dein effektiver Stundensatz.
- Wertbasierte Preise: Der Preis orientiert sich am wirtschaftlichen Nutzen für den Kunden, etwa eingesparten Kosten oder zusätzlichem Umsatz.
- Retainer: Ein monatliches Pauschalhonorar für laufende Betreuung schafft planbare Einnahmen.
Auch für Festpreise solltest du intern deinen Stundensatz kalkulieren, denn nur so weißt du, ab welchem Aufwand ein Projekt unwirtschaftlich wird. Ein angemessenes Honorar hat übrigens noch einen Nebeneffekt: Es gilt bei der Prüfung auf Scheinselbstständigkeit als Indiz für echtes Unternehmertum.
Rabatte, Reisezeiten und Zuschläge
Ein sauber kalkulierter Preis verträgt keine pauschalen Rabatte. Wenn du Nachlässe gewährst, dann nur gegen eine Gegenleistung, etwa ein größeres Auftragsvolumen, Vorauszahlung oder eine längere Laufzeit. Lege außerdem vorab fest, wie du Reisezeiten, Fahrtkosten, Wochenendarbeit und Eilaufträge abrechnest. Diese Regeln gehören schriftlich ins Angebot.
Ein praktischer Grundsatz: Jeder Rabatt muss aus deinem Gewinnaufschlag kommen, nie aus Unternehmerlohn oder Absicherung. Wer so denkt, verhandelt automatisch disziplinierter.
Marktpreise prüfen: Kalkulation trifft Realität
Hast du deinen Mindestpreis ermittelt, gleichst du ihn mit dem Markt ab. Hilfreich sind Gespräche mit Kolleginnen im Netzwerk, Honorarumfragen von Berufsverbänden, öffentliche Ausschreibungen und die Preise auf Freelancer-Plattformen. Achte dabei auf vergleichbare Leistungen, Erfahrung und Zielgruppen.
Liegt der Markt deutlich unter deiner Kalkulation, hast du mehrere Stellschrauben:
- Spezialisieren: Ein enger Fokus rechtfertigt höhere Preise als ein breites Angebot.
- Zielgruppe wechseln: Mittelständische Unternehmen zahlen für dieselbe Leistung oft mehr als Kleinstbetriebe.
- Auslastung erhöhen: Weniger Leerlauf senkt den nötigen Satz.
- Kosten senken: Abos, Büro und Tools kritisch prüfen.
Liegt der Markt dagegen über deiner Kalkulation, verschenke kein Geld: Dann ist der höhere Marktpreis dein Maßstab, nicht deine Untergrenze. Stundensatz kalkulieren heißt also nicht nur, Kosten zu decken, sondern den eigenen Spielraum zu kennen.

Preise erhöhen, ohne Kunden zu verlieren
Deine Kosten steigen jedes Jahr, deine Erfahrung auch. Wer seine Preise über Jahre nicht anpasst, verdient real immer weniger. Die Inflationsrate kannst du zum Beispiel beim Statistischen Bundesamt nachvollziehen. Prüfe deshalb mindestens einmal im Jahr, ob du deinen Stundensatz neu kalkulieren musst.
So gehst du vor
- Neu rechnen: Aktualisiere Kosten, Absicherung und Auslastung in deiner Kalkulation.
- Neukunden zuerst: Biete neuen Kunden sofort den höheren Preis an. So testest du den Markt ohne Risiko.
- Bestandskunden rechtzeitig informieren: Kündige die Anpassung einige Wochen vorher schriftlich an, idealerweise zum Jahreswechsel oder Projektstart.
- Nutzen betonen: Erkläre, welche Ergebnisse du lieferst und was sich verbessert hat, statt dich für den Preis zu rechtfertigen.
- Verträge prüfen: Vereinbare in Rahmenverträgen künftig eine jährliche Preisanpassung.
Rechne damit, dass einzelne Kunden abspringen. Das ist oft kein Verlust: Gerade die preissensibelsten Kunden binden überdurchschnittlich viel Zeit. Mit den frei werdenden Stunden gewinnst du Kunden, die deinen neuen Preis akzeptieren.
Typische Fehler, wenn Selbstständige ihren Stundensatz kalkulieren
- Das alte Gehalt einfach auf die Stunde umrechnen
- Mit 1.600 oder mehr abrechenbaren Stunden planen
- Kranken- und Altersvorsorge vergessen oder zu knapp ansetzen
- Keinen Gewinn- und Risikoaufschlag einplanen
- Den Preis an der billigsten Konkurrenz ausrichten
- Preise jahrelang nicht anpassen
Gerade Gründer sollten den Preis gleich zu Beginn sauber festlegen, denn später ist eine deutliche Anhebung schwieriger. Eine Übersicht über alle Aufgaben beim Start bietet unser Leitfaden Selbstständig machen. Kalkulationshilfen und Beratung bieten außerdem die Industrie- und Handelskammern.
Fazit: Erst rechnen, dann verhandeln
Wer seinen Stundensatz kalkulieren will, beginnt bei den eigenen Kosten und nicht beim Wettbewerb. Unternehmerlohn, soziale Absicherung, Betriebskosten und ein Risikoaufschlag ergeben den Zielumsatz. Geteilt durch realistische abrechenbare Stunden erhältst du deine Preisuntergrenze. Im Beispiel liegt sie bei rund 101 Euro, fast dreimal so hoch wie der umgerechnete Angestelltenlohn.
Dein nächster Schritt: Übertrage die Tabellen in eine eigene Kalkulation, setze ehrliche Werte ein und vergleiche das Ergebnis mit deinen aktuellen Preisen. Liegst du darunter, plane jetzt eine Anpassung, zuerst für Neukunden, dann für Bestandskunden. Und wiederhole die Rechnung jedes Jahr.
Häufige Fragen: Stundensatz kalkulieren
Wie kann ich meinen Stundensatz kalkulieren?
Addiere deinen gewünschten Unternehmerlohn, die Kosten für Kranken- und Altersvorsorge, alle Betriebskosten und einen Risiko- und Gewinnaufschlag. Teile die Summe durch die Zahl der Stunden, die du im Jahr realistisch abrechnen kannst. Das Ergebnis ist dein Mindest-Stundensatz netto, zu dem bei Regelbesteuerung noch die Umsatzsteuer kommt.
Wie viele Stunden kann ich als Selbstständiger abrechnen?
Nach Abzug von Urlaub, Feiertagen, Krankheit und Weiterbildung bleiben oft rund 200 Arbeitstage. Davon ist nur ein Teil abrechenbar, weil Akquise und Verwaltung Zeit kosten. Viele Selbstständige kommen auf 50 bis 75 Prozent Auslastung, also etwa 800 bis 1.200 abrechenbare Stunden im Jahr.
Warum reicht der umgerechnete Angestelltenlohn nicht?
Weil Selbstständige Kosten tragen, die sonst der Arbeitgeber übernimmt: Sozialversicherungsanteile, bezahlten Urlaub, Krankheitstage, Arbeitsmittel und Büro. Hinzu kommen nicht abrechenbare Stunden für Akquise und Verwaltung sowie das unternehmerische Risiko. Deshalb liegt ein kostendeckender Stundensatz meist beim Zwei- bis Dreifachen des umgerechneten Stundenlohns.
Wann sollte ich meine Preise erhöhen?
Prüfe deine Kalkulation mindestens einmal im Jahr. Eine Erhöhung ist sinnvoll, wenn Kosten gestiegen sind, du dauerhaft ausgelastet bist oder deine Erfahrung und Ergebnisse gewachsen sind. Biete Neukunden den neuen Preis sofort an und informiere Bestandskunden einige Wochen im Voraus schriftlich, idealerweise zum Jahreswechsel.
Welche Alternativen zum Stundensatz gibt es?
Verbreitet sind Tagessätze, Festpreise für definierte Leistungen, Pakete, monatliche Retainer und wertbasierte Preise, die sich am Nutzen für den Kunden orientieren. Auch bei diesen Modellen solltest du intern deinen Stundensatz kennen. Nur so erkennst du, ab welchem Aufwand ein Projekt unwirtschaftlich wird.
Foto: Aaron Lefler / Unsplash
